Florian Illies – 1913

Eine Buchrezension von Barbara Ter-Nedden

Buch 1913 Das neue Buch von Florian Illies ist in aller Munde und das mit Recht, denn es läßt sich nicht nur wunderbar lesen, sondern auch vorlesen. Florian Illies bietet eine Geschichtspanorama des Jahres 1913. In zwölf kleinen Häppchen verspeist der Leser die wichtigsten Ereignisse aus allen Bereichen der Kunst, Kultur, Politik, Literatur und selbst die Naturwissenschaften kommen zu ihrem Recht. Man ist durch dieses Buch köstlich amüsiert und unterhalten. Florian Illies, das sollten Sie wissen, ist ein Überflieger. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Bonn und Oxford wurde er schon mit 26 Jahren Redakteur im Feuilleton der „FAZ“, dann wechselte er zur „Zeit“ und ist jetzt Partner des Auktionshauses Villa Griesebach in Berlin. Was er in seinem Buch 1913 zusammengetragen hat, ist äußerst gebildet, in erzählender Form, anekdotisch stellt er dar, was 1913 auf der Welt geschehen ist und zwar wie gesagt in allen Bereichen. Wenn Wissen auf solch eine charmante Art vermittelt wird, dann will ich gerne durch Illies klüger werden.

Florian Illies wurde in einem Interview gefragt, was ihn am Vergangenen so begeistert? Dies ist seine Antwort: Faulkner hat gesagt, „Vergangenheit ist nicht tot, genau genommen ist sie nicht einmal vergangen“ das ist genau der Punkt, der mich immer wieder beschäftigt. Wenn ich ein Bild heute sehe oder ein Buch heute lese, erlebe ich dieses Kunstwerk als etwas Gegenwärtiges. In meinen Texten geht er mir immer darum zu zeigen, wie nah uns die Vergangenheit ist.

(Barbara Ter-Nedden)