Einar Turkowski – Aus dem Schatten trat ein Fuchs

Eine Buchrezension von Barbara Ter-Nedden

Buch Fuchs In seinem neuen Bilderbuch stellt der Bilderbuchillustrator einen Fuchs in den Mittelpunkt. Er hat etwas Geheimnisvolles und Magisches an sich, was überhaupt die Bilderbücher des Illustrators auszeichet. Aus dem Cover heraus blickt er uns Fuchs mit eindringlichen Augen an. Wie alle Gestalten Turkowskis – denken wir an die die „Nachwandlerin“, die durch die Stadt auf der Suche nach Fundstücken streift – ist auch der Fuchs auf der Suche. Er tritt aus dem Schatten und steht auf einer flauschigen Wiese. Ein kleiner Paradiesvogel ist sein Freund, ebenso schwarz-weiß gezeichnet. Die ungleichen Gefährten verbindet eine Sehnsucht: Beide sind auf der Suche nach etwas. Auf der Sinn-Suche, auf der Suche nach Farbe? Die Farbe ist im Universum dieses Zeichners, der sonst statt des Blei- höchstens einen tiefblauen Buntstift benutzt, natürlich ein Symbol. Vielleicht für Beziehungen. Vielleicht auch für die Liebe oder für ein Erfülltsein in der Zweisamkeit.

Mehr innerer Seelenzustand als äußere Landschaft spiegeln abweisende Felsen verlassene Häuser und Landschaften. Fuchs und Vogel verloren und resigniert dazwischen. Doch dann entdecket der Fuchs eine Spur, einen Geruch. Und nun kann die Farbe erscheinen.

Die Nacht ist vorüber und wir erahnen es, dass der Fuchs einen Gefährten gefunden hat. Der Vogel dagegen bleibt einsam zurück, um ... das wird nicht verraten.

Einar Turkowskis neues Bilderbuch ist wieder ein Meisterwerk. Mit graphischen Feinheiten und Detailreichtum versetzt er Erwachsene und Kinder in Entzücken.

(Barbara Ter-Nedden)