Karen Duve – Macht

Eine Buchrezension von Torben Carstensen

Buch Macht In Karen Duves Buch „Macht“ steht die Welt kurz vor ihrem Untergang. Naturkatastrophen verwüsten Deutschland. Die globale Erwärmung ist unabwendbar. Auch die Einführung des Staatsfeminismus kann diese Entwicklungen nicht mehr stoppen. Ephebo heiß t eine Verjüngungspille, die sich trotz der Nebenwirkung Krebs größ ter Beliebtheit erfreut. Aber wozu alt werden, wenn die Tage sowieso gezählt sind?

Wir schreiben das Jahr 2031: Sebastian Bürger, ehemaliger Umweltaktivist und Mitarbeiter der Demokratiezentrale ist es leid. Er möchte sich den Frauen nicht mehr unterwerfen. Hat genug von den unverantwortlichen Mitmenschen, die Schuld an der ganzen Misere sind. Seine Frau hält er bereits seit zwei Jahren im gemeinsamen Keller gefangen. Dort kann er über sie verfügen wie es ihm beliebt. Als er dann bei einem 50-jährigen Klassentreffen seine alte Jugendliebe wiedertrifft und sie dank der Verjüngungspillen auch genauso aussieht wie damals, könnten sich letzten Jahre auf Erden nicht besser für ihn gestalten. Doch es kommt ganz anders als er denkt...

Karen Duves neuer Roman „Macht“ ist ein bitterböser Blick auf unsere Gesellschaft. Er sprieß t nur so vor klugen Ideen, schwarzem Humor und Doppelmoral. Ein provokantes Buch, das für viele Diskussionen sorgen wird.

(Torben Carstensen)