Schreibwerkstatt der Parkbuchhandlung

Buchhandlung Godesberg

Sommerferien Kunst-Schreib-Werkstätten mit Anni Kawka-Wegmann


1. Workshop: 15. Juli – 20. Juli 2019, von 10.00 – 12.30 Uhr

Von Micky Maus zu Doktor Faustus – Die Welt der Comics

Die Art und Weise, wie Comics mit Bildern und Wörtern erzählen, ist einzigartig. Dabei wurde sie als eine besondere Kunst- und Erzählform lange Zeit in keiner Weise anerkannt. Comics wurden insgesamt als trivial und als Massenmedium angesehen. Comic-Zeichner galten nicht als Künstler. „Das Bild hat das Wort ersetzt“, sagte man und schenkte Comics keine literarische oder künstlerische Bedeutung. Doch Kinder und auch Erwachsene ließen sich nicht abhalten, diese doch millionenfach zu lesen. Die bunten Serienhefte sind nach wie vor beliebt. Sie erzählen in Bildern und einfacher Sprache von Superhelden, lustigen Tieren und Abenteuern: von Snoopy, Micky Maus, Donald Duck, Tom und Jerry, von Supermann, Lucky Luke, Asterix und anderen.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber gab es auch poetische und künstlerische wertvolle Comics, die von Künstlern wie Lyonel Feininger oder George Herriman geschaffen wurden, aber wenig Beachtung fanden.

Aus dieser Nische des Unbeachtet seins in einer literarischen oder künstlerischen Bedeutung hat sich der Comic nun aber doch zu eigenständigen „Romanen“, zu „Graphik Novels“ in der Form sequentieller Kunst, zum besonderen Erzählen mit Bildern und Wörtern weiter entwickelt. Er befreite sich davon, Massenmedium und stereotype Serie zu sein.

Was aber ist das Geheimnis des Comics überhaupt? Wie unterscheiden sich Graphik Novels von herkömmlichen Comics? Wie kann man Comics lesen lernen und welche Comics sind lesenswert? Wie kann man selbst einen Comic erfinden und worauf muss ich in der Sprache und Zeichnung achten? Dies sind Inhalte dieses besonderen Workshops. Auch wollen wir lernen und üben, gute Comics von weniger guten zu unterscheiden.


2. Workshop: 22. Juli – 27. Juli, von 10.00 Uhr – 12.30 Uhr

Mein Künstlerbuch „Der Zirkus“- Annäherung an Henri Matisse

Der Zirkus – eine Welt des Zaubers, der Wunder, der Sensationen und Träume. Gleichzeitig- eine wichtige Gegen-Welt. Diese besondere Welt wollen wir, so wie der Künstler Henri Matisse, „mit der Schere zeichnen“: Clowns, Akrobaten, Kunstreiter, Säbelschlucker, Seiltänzer, Dompteure und viele andere. Und es sollen hierzu Zirkusgeschichten erfunden werden zu Themen wie dem Staunen, Lachen und Glück, Leid und Freude, Gleichgewicht, Erfolg und Misserfolg sowie Spannung und Entspannung.

Der Clown als Narr und ewiger Verlierer gibt nie auf. Er kann über sich selbst lachen. Er spielt immer weiter. Er muss nicht immer das Richtige tun. Er erlebt Misserfolge und Enttäuschungen, aber er scheitert nicht daran, weil er in jedem Scheitern eine neue Möglichkeit sieht. Clowns machen Kopfstand, schauen von hinten oder durch rosarote Brillen. So entstehen neue Sichtweisen und eine Veränderung der Welt. Akrobaten suchen das Gleichgewicht und heben die Schwerkraft auf. Gezähmte Raubtiere zeigen uns die Beherrschung der Natur.

In unseren Zirkusbüchern soll, wie in allen Zirkuszelten, eine Zauber- und Traumwelt entstehen. Henri Matisse wird uns dabei helfen, diese Welt in ein Künstlerbuch zu verwandeln.